Mode mit Mehrwert - Bekleidung aus Fairem Handel im Weltladen
Frühlingsmode mit dem besonderen Plus findet man ab sofort im Weltladen. Neben frischen Designs und Tragekomfort punkten die Teile durch Fairen Handel und Bio-Baumwolle.
Kleider machen angeblich Leute. Doch wer macht die Kleider? Hinter dem schönen Schein der Modewelt verbergen sich unschöne Tatsachen. Allein in Indien schuften 450.000 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren auf Baumwollfeldern, um die begehrteste Naturfaser der Welt zu gewinnen. Der exzessive Einsatz von Pestiziden und Insektiziden zerstört nicht nur den Boden, sondern auch die Gesundheit der PflanzerInnen. Die Ausbeutung von Kindern und Erwachsenen, die Missachtung von Arbeits- und Menschenrechten entlang der Produktionskette sind Alltag.
Fairness und Transparenz
Es geht auch anders. Die Fair Trade Importorganisation EZA Fairer Handel beliefert die österreichischen Weltläden mit Bekleidung ihres Handelspartners Craft Aid aus Mauritius. Damit Mode Machen sich nicht nur um das Outfit dreht, zeigen wir auch, was dahinter steckt, erklärt die EZA Geschäftsführerin Andrea Schlehuber. Verarbeitet wird FAIRTRADE-zertifizierte Baumwolle aus ökologischem Anbau, kultiviert von Kleinbauern und -bäuerinnen in Indien. Diese profitieren von höheren Einnahmen und müssen nicht mit den hochgiftigen Chemikalien hantieren. Auch in der Spinnerei und Stoffproduktion gilt es gemäß den FAIRTRADE-Richtlinien soziale Mindeststandards zu berücksichtigen. Das setzt eine transparente Herstellungskette vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück voraus.
Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
Der sozial engagierte Betrieb Craft Aid übernimmt das Zuschneiden, Bedrucken und Vernähen. Von den 170 Beschäftigten arbeiten mehr als die Hälfte in der Textilabteilung. Geregelte Arbeitszeiten, ein monatliches Einkommen deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, ein sicheres Arbeitsumfeld, kostenlose Arztbesuche und freier Transport zur Arbeit mit dem betriebseigenen Bus werden gleichermaßen geschätzt. Dazu kommt die Integration von Menschen mit Behinderungen. Die Beschäftigten können sich gewerkschaftlich organisieren und ihre Anliegen - auch anonym - an ein gewähltes Beschwerdekomitee herantragen.
Von sportlich bis elegant
Ab sofort liegen die neuen Kleidungsstücke aus Baumwolljersey im Weltladen bereit. Frische Sommerfarben vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit. Das Angebot umfasst T-Shirts und Röcke, sportliche Jacken im Retro-Look, asymmetrisch geschnittene Tuniken und kurze Kleider zum Kombinieren mit Jeans oder Leggings.
Neues von der Göttin
Transparenz in der Herstellung, menschenwürdige Arbeitsbe- dingungen, die Verwendung von Bio-Baumwolle sowie der direkte Kontakt der EZA zu Craft Aid stießen auch beim Wiener Designerlabel Göttin des Glücks auf Interesse. Die Zusammenarbeit des kreativen Kollektivs mit EZA Fairer Handel erweitert seit 2007 das Angebot der Weltläden.
Mit neuen Schnitten, dreidimensionalen Faltungen und Bisen gibt die Göttin ihren aktuellen Kleidern, Röcken und Jacken eine elegante Note. Die Farbpalette reicht von klassischem Schwarz über zarte Schoko- und Olivtöne bis zu kräftigem Brombeer, Flieder und luftigen Netzeinsätzen in Pink. Lust auf Bewegung macht eine ansprechende Yoga-Kollektion.
Sich einsetzen für saubere Kleidung
Wenn Sie sich für mehr Fairness in der Bekleidungsindustrie einsetzen möchten, nutzen Sie das Angebot der Clean Clothes Kampagne. Die NGO kämpft weltweit für faire Arbeitsbedingungen in der Textil- und Sportbekleidungsindustrie. Sie zeigt bestehende Missstände auf und verweist auf Protestmöglichkeiten. Mit ihren Kampagnen will sie Informationen verfügbar machen, Bewusstsein schaffen und den Druck auf Bekleidungsunternehmen erhöhen, um schrittweise die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu verbessern. www.cleanclothes.at
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