Partnerbeschreibung
Sociedad de Exportación de Familias Extractivistas del Norte de Bolivia - SEFENBO
Bio-Paranüsse aus Bolivien
Sitz der Organisation: Porvenir, Departement Pando, Bolivien
Organisationsform: Vereinigung von Kleinproduzent:innen / Sammlerkollektiv
Arbeitsschwerpunkte:
- SEFENBO ist eine Vereinigung von 24 indigenen Familien, die sich mit dem Sammeln von Paranüssen ihr Einkommen erwirtschaften.
- Die Paranuss gedeiht nur in ihrem natürlichen Umfeld, dem Amazonas-Regenwald. Die Wildsammlung von Paranüssen ist eine der nachhaltigsten Wirtschaftsformen, die indigenen Bewohner:innen in ihrem unmittelbaren Lebensraum ein wichtiges Einkommen ermöglicht. Insgesamt leben in Bolivien rund 5.000 Familien von dieser Tätigkeit.
- Die Vermarktung der hochwertigen Paranüsse erfolgt unter den Bedingungen des Fairen Handels und schafft neue Perspektiven in einer strukturschwachen Regionen.
- Die Direktvermarktung ermöglicht den Sammler:innen ihre Einnahmen aus dem Verkauf der Paranüsse (im Vergleich zur Abgabe an lokalen Sammelstellen) zu verdoppeln.
- Während die Sammler:innen das Sammeln, Öffnen, Ausnehmen und Trocknen der Samen übernehmen, erfolgt die Verarbeitung der Paranüsse in einer Verarbeitungsanlage in Cobija, der Hauptstadt des Departements Pando.
- Etwa 50% der weltweiten Paranussexporte stammen aus Bolivien.
Fairtrade-zertifiziert seit 2018
ProduzentInnen: 24 Familien
Interesse der EZA: indirekter Lieferant für Bio- & Fairtrade-zertifizierte Paranüsse aus Wildsammlung. Ein Direktbezug ist aufgrund der geringen Mengen und kurzen Haltbarkeit von Paranüssen für die EZA nicht möglich.
Weitere Infos: Beitrag auf Sputnik (auf Spanisch), www.pakka.ch und auf Anfrage (birgit.calix@eza.cc)
„Gemeinschaften wollen sich stets weiterentwickeln. Deshalb betreiben sie Landwirtschaft, Viehzucht, Holzwirtschaft und andere Tätigkeiten, die den Regenwald schädigen. Aus diesem Grund spielt die Paranuss vor allem in sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht eine sehr wichtige Rolle. Sie sichert Einkommen für die Menschen in dieser Region, ohne dem Wald zu schaden.“
Quelle: Marco A. Albornoz von CIPCA



