Südfrüchte
Fruchtmixpakete mit
GRANATÄPFELN
„Es ist nicht so, dass wir aus Familien kommen, die bereits Land hatten. Wir haben uns ganz bewusst für die Landwirtschaft entschieden und wir mussten uns Land suchen, das wir bewirtschaften können,“ sagt Miguel Fernandez.
Vor etwa 10 Jahren sind er und sein Geschäftspartner Pedro Leal in die Landwirtschaft eingestiegen und haben ihr gemeinsames kleines Unternehmen – Agro Funcionales – gegründet. „Wir kommen aus Arbeitsbereichen, in denen wir es gewohnt waren, aus Nichts etwas zu machen. Nach dieser Philosophie haben wir aufgegebene Felder gepachtet,“ erklärt der Agraringenieur Pedro Leal.
Unweit von Puzol, einer kleinen Gemeinde nördlich von Valencia, kultivieren sie heute Granatäpfel.
Sie setzen dabei auf Bio-Anbau und hohe Qualität. „Die fällt nicht vom Himmel, du musst sie dir erarbeiten“, sagt Miguel.
„Wenn du unsere Grantäpfel probierst, gibt’s kein Zurück,“ ist er vom Ergebnis seiner Arbeit überzeugt. Der Name der Sorte, die sie für den Verkauf an die EZA Fairer Handel vorsehen, scheint dabei Programm: Wonderful.
Beide legen Wert auf absolute Rückverfolgbarkeit. „Wir wollen, dass Kund:innen unsere Früchte genießen können, ohne dass wir eine austauschbare Nummer in der Lieferkette sind. Denn das passiert den Bauern oft. Wir sind auch nicht in die Landwirtschaft eingestiegen, um nur über das Geld, den Preis, um jeden Cent zu verhandeln. Wir liefern Qualität und der Preis muss fair sein, damit das ganze System funktioniert,“ sagt Miguel.
Für die Arbeit auf den Granatapfelfeldern engagieren Pedro und Miguel Saisonarbeitskräfte, die in Puzol leben, darunter auch Zugewanderte, die sich hier niedergelassen haben.
Die spanische Arbeitsgesetzgebung zu beachten steht dabei für Pedro außer Frage. „Was passiert, wenn ich einen Arbeiter nicht bezahlen würde? Der geht mir an die Gurgel! Wenn ich einen Arbeiter ohne Versicherung beschäftige und der hat einen Unfall, dann schlafe ich die nächste Nacht im Gefängnis. Glaubst du, ich setze mich so einem Risiko aus?“
Und wie beurteilen Pedro und Miguel die Zukunft der Landwirtschaft?
„Europa, der alte Kontinent, muss in eine nachhaltige Richtung gehen. Das heißt nicht, dass die gesamte Landwirtschaft zu 100 Prozent bio werden muss, aber sie muss ganzheitlicher werden. Das betrifft etwa Kontrollen der Pflanzengesundheit und der Düngemittel. Die Arbeit auf dem Feld muss als richtiger Beruf anerkannt werden, der denselben Wert hat wie die Arbeit eines Elektrikers, der irgendwelche Kabel montiert. Wer sich in Spanien der Landwirtschaft verschreibt, gilt noch immer als Dummkopf, der etwas anderes machen sollte. Doch die Person, die auf dem Feld arbeitet, besitzt Fähigkeiten und die sind zu achten. Die Person ist genauso produktiv wie jemand, der vor dem Computer sitzt und programmiert,“ ist Pedro überzeugt.
Unsere Granatäpfel (Sorte Wonderful) bieten wir in verschiedenen MIxpakete mit anderen Südfrüchten an.



